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Beziehungstraumatest

Leiden Sie unter einem Beziehungstrauma? 26 Fragen zur Selbstreflexion.

Einleitung

Über diesen Test

Die inneren Überzeugungen, die ein beziehungstraumatisierter Mensch zu seinem ehemaligen Schutz entwickelt hat, sind der Grund, warum es in der Liebesbeziehung zu wahren Dramen, Streit und Verlassenheitsszenarien kommt. Ihr inneres Trauma-Muster ist sogar maßgeblich daran beteiligt, in welche Person Sie sich verlieben.

Bindungstraumatisierte Menschen gehen in anderer Weise miteinander um. Sie zeigen oder verbergen in spezieller Art Emotionen, gehen mit besonderer Zurückhaltung oder extremer Abneigung mit den Gefühlen anderer um oder leiden stärker unter Krisen und Konflikten als „seelisch gesunde" Menschen.

Wenn Sie viel streiten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie eine Beziehungswunde aus der Kindheit in Ihre Partnerschaft hineintragen. Durch diesen Test erfahren Sie, welche emotionalen Wunden Sie in sich tragen und wie sich diese in Ihrer Partnerschaft zeigen.

Bitte antworten Sie spontan, ohne viel nachzudenken! Jede Frage zeigt zwei Aussagen – wählen Sie, welche eher auf Sie zutrifft.

Ihre Angaben

Alle Felder sind freiwillig. Nur wenn Sie eine E-Mail-Adresse angeben, können Sie das Ergebnis zugesandt bekommen.

Fragen 1 – 7

Wählen Sie bei jeder Frage, welche Aussage eher auf Sie zutrifft. Die grüne Aussage steht für ein gesundes Bindungsverhalten, die rote für ein mögliches Traumamuster.

Bitte beantworten Sie alle 7 Fragen, bevor Sie fortfahren.

Fragen 8 – 14

Bitte beantworten Sie alle Fragen, bevor Sie fortfahren.

Fragen 15 – 20

Bitte beantworten Sie alle Fragen, bevor Sie fortfahren.

Fragen 21 – 26

Bitte beantworten Sie alle Fragen, bevor Sie fortfahren.
Durchschnittswert (Skala 1–5)
12345
Sind Sie frei von schädigenden Bindungsmustern?

Was möchten Sie tun?

Was bedeutet seelische Gesundheit in einer Partnerschaft im Vergleich zur traumazentrierten Bindungsstörung?

Verfügbarkeit der Bezugsperson

Wenn die Eltern emotional und körperlich anwesend, präsent und auf die Bedürfnisse des Kindes eingestellt waren, entwickelt sich im Kind ein Urvertrauen. Auch wenn die Eltern nicht immer da sein konnten, grundsätzlich entsteht im Inneren des Kindes ein Bild der Mutter und des Vaters. Dieses Phänomen nennt man Objektkonstanz. Die fehlende Objektkonstanz zeigt sich in der Paarbeziehung dadurch, dass Misstrauen oder Angst vor dem Verlassenwerden dann auftauchten, wenn der Partner oder die Partnerin abwesend ist. Auch das Gefühl, verraten oder hintergangen zu werden, spiegelt eine konkrete Erfahrung aus der Kindheit, die sich in der Partnerschaft wiederholt. Ein Mensch mit mangelnder Objektkonstanz kann nicht wahrnehmen, wenn die neue Liebe alles andere als vertrauenswürdig oder zuverlässig ist.

Sicherheit der Bindung

Wenn ein Kind in Not ist, Bedürfnisse hat oder mit schwer auszuhaltenden Emotionen kämpft, ist der natürliche Impuls, sich an die Eltern mit der Bitte um Trost und Schutz zu wenden. Sind die Eltern jedoch nicht verlässlich in ihrem Bindungsangebot oder sind andere Belange stets wichtiger als das Kind, fühlt sich die Tochter oder der Sohn allein und im Stich gelassen. Da das Stehen gelassen werden sehr schmerzhaft für das Kind ist, neigt es irgendwann dazu, die Bedürfnisse nach Trost und Zuwendung abzuschalten und allein zurecht zu kommen. Natürlich wäre es, auch in der erwachsenen Partnerschaft bei Krisen und Leid auf den Partner/die Partnerin zuzugehen, um dort Nähe und Halt zu bekommen. Der Rückzug ist kein Zeichen von Selbstständigkeit, sondern ein Hinweis auf wenig konstante Eltern. Wenn jemand in der Kindheit wenig Schutz erhalten hat, ist die Neigung ausgeprägt, in der Liebespartnerschaft ebenso karg mit Zärtlichkeit und haltgebender Nähe umzugehen.

Autonomie leben

Werden die Bestrebungen des Kindes zur Selbstständigkeit nicht akzeptiert, seine Grenzen sogar übergangen oder eigener Wille mit Liebesentzug oder Schlägen bestraft, kann sich das Kind auf die bedingungslose Liebe der Eltern nicht verlassen. Es wird dann eher sein Bestreben nach einem eigenen Weg zurückstellen und auf die Bedürfnisse der Eltern achten. Hat jemand in der Kindheit kaum jemals erlebt, für eigene Entscheidungen auch gegen die Eltern eintreten zu dürfen, wird in der Partnerschaft eher Rücksicht genommen. Die eigenen Wünsche können – bis zum Verblassen der eigenen Person – zurückgenommen werden. Wahre Liebe bedeutet, dass die Wahrheit mehr Gewicht hat als falsche Harmonie. Dem Partner etwas nicht mitzuteilen, um nicht zu verletzen, ist dann keine Rücksicht, sondern die aktive Verhinderung einer erwarteten unliebsamen Reaktion.

In Verbindung sein

War die Beziehung der Eltern konstant, wahrhaft und verbindlich, dann konnte das Kind sich dem Erforschen der Welt widmen. Konzentrationsfähigkeit ist dann möglich, wenn jederzeit das so wichtige emotionale Auftanken bei den Eltern erfolgen kann. Droht jedoch die Gefahr, dass die Arme der Eltern verschlossen blieben, wenn das Kind von irgendwelchen Abenteuern zurückkehrte, dann kann es nicht mehr entspannt Wagnisse eingehen. Die Aufmerksamkeit ist dann stets bei den Eltern und ein gewisses Geschick muss entwickelt werden, um mehrgleisig zu denken. Das ist hochgradig stressig für ein Kind. In der Paarbeziehung äußert sich diese Unberechenbarkeit der elterlichen Liebe in Sprunghaftigkeit und nicht bei der Sache bleiben können. Absprachen sind dann schwer möglich und führen zu Streit und Ärger.

Körperliche Nähe

Durfte ein Kind das Ausmaß des Körperkontaktes mitbestimmen, ob es nun Trost brauchte, Schmusen wollte oder dazu gerade mal keine Lust hatte oder gar körperlich attackiert wurde, äußert sich dies später in einer Liebesbeziehung. Waren die Eltern emotional unterkühlt und wenig zärtlich mit dem Kind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch die Paarbeziehung später von wenig Nähe geprägt sein wird. Auch lange Jahre ganz ohne Beziehung sind ein Zeichen für distanzierte, emotional stumpfe oder übergriffige Eltern.

Emotionen regulieren

Die mangelnde Fähigkeit, Emotionen zu regulieren, ist das wichtigste Indiz für traumatisierende Beziehungsmuster in der Kindheit. Es ist kein Zeichen von Stärke, Gefühle in einer Beziehung zurückzuhalten, und auch kein Hinweis auf eine glückliche Kindheit, wenn Wut, Verachtung oder Ärger unkontrolliert hochkocht. Wenn ein Kind mit starken Empfindungen keine Begleitung erhält, tritt eine Reizüberflutung ein. Vielleicht waren die Eltern sogar taub für emotionale Qualen. Starre oder Angriff sind ein Zeichen für traumatisierende Erfahrungen, die in der Partnerschaft zu irritierenden Konflikten führen. Auch die wenig achtsame Reaktion auf starke Emotionen der Partnerin oder des Partners zeigen auf, wie früher mit dem Kind umgegangen wurde.

Anzeichen einer gesunden Beziehung

Eine intakte und entwicklungsfähige Partnerschaft verfügt über eine ausgewogene Balance zwischen Nähe und Kommunikation. Gefühle können angemessen zum Ausdruck gebracht werden und sorgen für eine Veränderung unzumutbarer Einschränkungen oder Belastungen. Jeder der beiden Beziehungspartner stellt sich emotional, empathisch und dennoch als eigenständig abgegrenzte Person auf den anderen ein. Jeder kann zwischen eigenen Bedürfnissen und Wünschen sowie den Absichten und Hintergründen des Partners unterscheiden. Es besteht die Fähigkeit, gemeinsam Entscheidungen und Absprachen auszuhandeln und diese auch zuverlässig einzuhalten und für das Eigene beharrlich und ruhig einzutreten. Jeder kann über sein Verhalten, innere Motive und empfundene Unstimmigkeit reflektieren. Der Partner wird als eigenständiges Wesen mit Empfindungen, eigener Geschichte, Antrieben, Begabungen und erworbenen Mustern angesehen. Der Kontakt zum Körper, zu Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen ist lebendig und flexibel. Beide sind in der Lage, sich selbst und den anderen realistisch und zutreffend einzuschätzen. Die Belange des anderen gegenüber der eigenen Entwicklung stehen in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Die Beziehung wird als Quell von Wachstum und Herausforderung angesehen. Ebenso besteht die Bereitschaft, Grenzen zu setzen oder gar die Partnerschaft aufzukündigen, wenn die entwicklungsfördernde Basis auf Dauer gefährdet oder zukünftig nicht mehr vorhanden ist.

© PD Dr. Katharina Klees, https://www.drklees-akademie.com